Corona: Prien sieht vorerst kein Ende der Maskenpflicht in Schulen – WELT

Die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz und schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien sieht in diesem Halbjahr keine Chance auf ein Ende der Maskenpflicht in Schulen. „Ich bin ein großer Fan der Maskenpflicht“, sagte die CDU-Politikerin WELT Fernsehen.

Die Maske sei ein sehr wirksames Instrument zur Pandemiebekämpfung und zur Dämpfung des Infektionsgeschehens. „Deshalb ist es für mich selbstverständlich, dass wir jetzt auch in Schleswig-Holstein wieder mit der Maske in den Schulbeginn nach den Ferien starten. Das ist inzwischen auch Konsens in allen anderen Bundesländern.“ Eine Lockerung der Maskenpflicht könne man erst in der zweiten Jahreshälfte diskutieren.

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Alle Entwicklungen im Liveticker:

19:05 Uhr – Thüringens Innenminister: Corona-Gegenprotest „teilweise noch zu leise“

Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) hat die Gesellschaft zu einer deutlichen Reaktion auf die Corona-Proteste aufgerufen. „Das, was jetzt gerade stattfindet, alleine der Polizei zu überlassen, das ist nicht in Ordnung“, sagte Maier der Deutschen Presse-Agentur. Die Gesamtgesellschaft müsse sich noch stärker dazu positionieren, „um auch den Menschen, die jetzt auf der Straße sind und sich gefühlt als die große Mehrheit sehen, deutlich zu machen: Sie sind es eben nicht“, sagte Maier.

Die große Mehrheit müsse laut werden. Sie sei ihm aktuell „teilweise noch zu leise“. Gesellschaftliche Gruppen, Verbände, Parteien, Kirchen, aber auch die Politik müssten ihren Unmut deutlicher machen, so der Minister. „Das kann ja auch alles im digitalen Raum, also pandemiekonform stattfinden.“ Aber dadurch, dass die Mehrheit sich an Regeln halte und eine Minderheit sich diesen widersetze, werde aktuell ein asymmetrisches Bild gezeichnet.

Am Montag beteiligten sich in Thüringen an verschiedenen Orten laut Polizei insgesamt rund 17.000 Menschen an den unangemeldeten Protesten gegen Corona-Maßnahmen. Es seien zwar tatsächlich viele Menschen auf die Straßen gegangen, so der Minister. „Aber im Vergleich zur Gesamtbevölkerung ist es immer noch ein verschwindend geringer Anteil. 17.000 von über zwei Millionen – das ist ja noch nicht mal ein Prozent.“

18:10 Uhr – Omikron-Anteil in Berlin laut Senatorin zuletzt bei 43,5 Prozent

Die Omikron-Variante des Coronavirus ist in Berlin auf dem Vormarsch. Nach Angaben der Labore hat die Variante in der vergangenen Woche einen Anteil von 43,5 Prozent an den Corona-Infektionen ausgemacht, wie Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) nach einer Senatssitzung mitteilte.

Sie sprach von einer „beunruhigenden Zahl“. Zudem geht sie davon aus, dass sich der Anteil seit Erhebung der Daten weiter erhöht habe und Omikron mittlerweile Delta als vorherrschende Virusvariante in Berlin abgelöst habe. Zahlen zur Entwicklung in dieser Woche liegen laut Gesundheitsverwaltung allerdings noch nicht vor.

17:57 Uhr – Söder: Können nicht ganz Deutschland in Quarantäne schicken

Nach dem Beispiel anderer Länder fordert Bayerns Ministerpräsident Markus Söder auch für Deutschland eine Verkürzung bei den Corona-Quarantäne-Vorschriften. „Zum weiteren Umgang mit Omikron muss die Ampel jetzt Vorschläge machen. Die Basis muss dazu eine wissenschaftlich fundierte Einschätzung sein“, sagte der CSU-Chef der Deutschen Presse-Agentur in München. Vor allem sei wichtig zu wissen, ob es durch mildere Verläufe zu einer geringeren Belastung der Krankenhäuser kommen werde. Am Freitag wollen sich Bund und Länder erneut per Videokonferenz über das weitere Vorgehen in der Pandemie beraten.

Die wichtigste Frage sei dabei, ob die jetzige Quarantäne-Regelung bleiben könne, betonte Söder. „Es ist nötig, die jetzige Quarantäne-Regelung zu überarbeiten. Wir können ja bei einer rasch wachsenden Verbreitung nicht das ganze Land zeitgleich in Quarantäne schicken.“ In vielen deutschen Nachbarländern wie Frankreich, Italien und Großbritannien wurden die Quarantänezeiten bereits verkürzt.

17:53 Uhr – Erstmals mehr als 200.000 Corona-Infektionen binnen 24 Stunden in Großbritannien

In Großbritannien sind erstmals mehr als 200.000 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages verzeichnet worden. Binnen 24 Stunden wurden 218.724 Fälle gemeldet, wie die Regierung mitteilte. 48 Infizierte seien gestorben. 

Großbritannien zählt mit insgesamt fast 149.000 Corona-Todesfällen zu den am schwersten von der Pandemie betroffenen Ländern in Europa. Das Vereinigte Königreich sieht sich derzeit mit immer neuen Rekordzahlen bei den Neuinfektionen konfrontiert. Dies liegt vor allem an der hoch ansteckenden Omikron-Variante des Virus. Auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen wegen Covid-19 steigt seit einiger Zeit wieder an.

17:47 Uhr – Rasanter Anstieg der Corona-Infektionszahlen in Griechenland 

Die griechische Gesundheitsbehörde hat von Montag auf Dienstag 50.126 Corona-Neuinfektionen registriert. Das ist ein neuer Höchstwert für das EU-Land seit Beginn der Pandemie. Am Vortag waren 40.560 und vor einer Woche 21.657 Neuinfektionen registriert worden.

Bei gut 70 Prozent der Neuinfektionen handele es sich um die Omikron-Variante, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Das Gesundheitssystem des Landes mit elf Millionen Einwohnern stehe unter starkem Druck, sagte der zuständige Minister Thanos Plevris am Dienstagabend im Staatsfernsehen.

17:40 Uhr – Geburtsstation in Florida schließt wegen Corona

Ein Krankenhaus im US-Staat Florida hat seine Entbindungsstation wegen Personalmangels im Zusammenhang mit den jüngsten Coronaausbrüchen vorübergehend geschlossen.

Werdende Mütter, die eine Entbindung im Holy Cross Health in Fort Lauderdale geplant hatten, müssen sich eine andere Möglichkeit suchen. „Im Interesse der Patientensicherheit wird die Entbindungsstation bis auf Weiteres umgeleitet“, erklärte Christine Walker, die Sprecherin der Klinik. Die Neugeborenen-Intensivstation und die Wochenbettstation des Krankenhauses bleiben jedoch geöffnet, zwei umliegende Krankenhäuser nehmen die Patientinnen von Holy Cross zwischenzeitlich auf.

Florida verzeichnet derzeit täglich neue Corona-Fälle, die vermutlich durch die Omikron-Variante ausgelöst werden. Die Mutante ist inzwischen vorherrschend in den USA.

17:35 Uhr – Expertenrat-Mitglied für mehr bundeseinheitliche Corona-Regeln

Der Kommunal-Vertreter im Corona-Expertenrat der Bundesregierung, Stefan Sternberg, hat sich angesichts einer wachsenden Zahl von Infektionen mit der Omikron-Variante für bundeseinheitliche Regelungen zur Eindämmung der Pandemie ausgesprochen. Als Beispiel nannte er Zugangsbeschränkungen für Gaststätten.

„Wir sehen es bei uns im Kreis, dass wir einen regelrechten Gastronomie-Run haben auf andere Bundesländer, in denen man – anders als bei uns in Mecklenburg-Vorpommern – keinen zusätzlichen negativen Corona-Test braucht“, erklärte der SPD-Politiker, der Landrat im Kreis Ludwigslust-Parchim ist. „Ich denken, dass das auch Thema bei der Konferenz der Ministerpräsidenten am Freitag sein wird“, sagte Sternberg nach einer Sitzung des Expertenrats. Bei den Beratungen in dem Gremium sei es auch um mögliche Änderungen bei den Quarantänezeiten gegangen. Details nannte er nicht.

Wichtig sei, dass belastbare Daten zur Verbreitung der neuen Virusvariante vorliegen. „Welche Wirkungen die Kontaktbeschränkungen über Weihnachten hatten, werden wir erst nach dem Wochenende sehen“, sagte Sternberg. Eine erste Bestandsaufnahme habe aber gezeigt, dass Deutschland bei der Ausbreitung der Omikron-Variante um zwei Wochen hinter den meisten anderen Ländern liege. Doch müsse man abwarten, bis wieder mehr Testergebnisse vorliegen und ein genaueres Bild der Infektionslage liefern. „Wir werden im Laufe der nächsten Woche sehen, wohin der Zug fährt und ob es nicht doch wieder notwendig wird, mit weiteren Maßnahmen reinzugehen, oder ob eine Vereinheitlichung ausreicht.“

17:30 Uhr – Arzt in Italien wegen mutmaßlicher Corona-Nachweisfälschung ertappt

Italienische Fahnder haben einen Arzt wegen des Verdachts auf Veruntreuung von 120 Corona-Impfdosen und schweren Betrugs festgenommen. Der Mediziner soll im Impfzentrum der mittelitalienischen Kleinstadt Ascoli Piceno die Vakzine entnommen, aber nicht verabreicht haben, teilten Carabinieri und Staatsanwaltschaft mit.

Außerdem soll er in 150 Fällen Nachweise über Impfungen ausgestellt haben, die nie gemacht wurden. 73 Leute erhielten so nach den Ermittlungen der Polizei ein falsches Impfzertifikat. Gegen sie und den Arzt ermittelt die Justiz mit Verdacht auf Fälschung.

Ein Mensch kam der Staatsanwaltschaft zufolge unter Hausarrest. Die Fahnder werfen der Person vor, Vermittler für die gefälschten Zertifikate des Arztes gewesen zu sein. Die „Grünen Pässe“, wie man die Impfzertifikate in Italien nennt, wurden beschlagnahmt. Die Polizisten hatten bei dem Arzt ungewöhnlich hohe Impfzahlen festgestellt und waren ihm so auf die Schliche gekommen.

17:25 Uhr – CDU/CSU-Parlamentsgeschäftsführer fordert deutschlandweites Impfregister

Der Parlamentsgeschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag, Thorsten Frei (CDU), fordert die umgehende Einführung eines deutschlandweiten Impfregisters. Ein Impfregister sei etwas, „was man sofort auf den Weg bringen muss“, sagte Frei bei „Bild live“. Das vom Robert-Koch-Institut vorgenommene Impf-Monitoring sei mit den nationalen Impfregistern, wie beispielsweise in Österreich, nicht vergleichbar.

Ein deutschlandweites Impfregister würde permanent den Abgleich von Melde- und Impfregister ermöglichen, sagte Frei weiter. Dies sei etwas, wovon er glaube, „dass wir es dringend benötigen“. Er forderte die Bundesregierung auf, „schnellstmöglich“ mit der Umsetzung zu beginnen.

Ein Impfregister sei auch mit Blick auf eine mögliche Impfpflicht unverzichtbar. Nur mit einem Impfregister sei eine solche Pflicht überhaupt umsetzbar. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) habe „weder einen Vorschlag“ für eine Impfpflicht vorgelegt, „noch ist er bereit, essentielle Fragen, wie so etwas umgesetzt werden könnte, zu beantworten“, kritisierte Frei.

17:13 Uhr – Niederlande: Infektionszahlen steigen trotz Lockdown

Trotz des harten Lockdowns in den Niederlanden steigen die Infektionszahlen dort wieder. In den vergangenen sieben Tagen waren etwa 35 Prozent mehr positive Testergebnisse registriert worden, wie das zuständige Gesundheitsinstitut RIVM mitteilte. Die Experten nennen als Grund die sich schnell verbreitende Omikron-Variante des Coronavirus.

Die Omikron-Variante ist seit Ende Dezember in dem deutschen Nachbarland mit etwa 17,5 Millionen Einwohnern dominant. Von 100.000 Einwohnern wurden in sieben Tagen 639 positiv getestet. Zum Vergleich: In Deutschland liegt dieser Inzidenzwert bei 239,9.

Nach Einführung des Lockdowns vor gut zwei Wochen sank die Zahl der Neuinfektionen zunächst stark. Der Lockdown soll vorerst bis zum 14. Januar andauern. Alle Geschäfte, Gaststätten, Kultur- und Sporteinrichtungen sind derzeit geschlossen. Ausnahmen gelten für Läden für den täglichen Bedarf wie Supermärkte und Apotheken. Die Schulen sollen ab nächster Woche wieder geöffnet werden.

16:41 Uhr – Gefängnisleiter wollen Impfpflicht für Insassen und Personal

Aus Infektionsschutzgründen und zur Sicherung der Funktionsfähigkeit der Strafjustiz haben Gefängnisleiter eine Impfpflicht für die Insassen und Bediensteten im Justizvollzug gefordert. Angesichts der oftmals „fehlenden Einsicht inhaftierter Menschen in die Notwendigkeit der Einhaltung von Hygiene- und Schutzregeln, aber auch aufgrund der unterdurchschnittlichen Impfquoten unter den Inhaftierten, bieten Gefängnisse gute Voraussetzungen für die Verbreitung von Infektionskrankheiten“, warnte die Bundesvereinigung der Anstaltsleiterinnen und Anstaltsleiter im Justizvollzug (BVAJ).

Auch bei den im Justizvollzug arbeitenden Menschen sowie bei Bediensteten von Externen mit Zugang zu den Gefängnissen blieben die Impfquoten „vielerorts hinter dem Erforderlichen zurück“.

Die im Dezember beschlossene einrichtungsbezogene Impfpflicht für Pflegepersonal müsse möglichst schnell auf Justizvollzugsanstalten ausgeweitet werden, forderte die Bundesvereinigung nach Beratungen ihres Vorstandes.

16:22 Uhr – Puerto Rico verhängt neue Corona-Maßnahmen

Angesichts steigender Corona-Zahlen und überforderter Pflegekräfte hat Puerto Rico neue Beschränkungen des öffentlichen Lebens verhängt. Restaurants, Bars und Geschäfte müssen zwischen Mitternacht und 5 Uhr morgens schließen. In dieser Zeit darf kein Alkohol verkauft werden. Veranstaltungen mit mehr als 250 Menschen sind untersagt. Die Maßnahmen gelten vorläufig bis zum 18. Januar.

Puerto Rico, ein Außengebiet der Vereinigten Staaten, hat 3,3 Millionen Einwohner und verzeichnete zuletzt eine Positivrate bei den Corona-Tests von mehr als 30 Prozent. Bisher bestätigten die Behörden mehr als 200.000 Infektionen und mehr als 3300 Todesfälle durch das Coronavirus. Sie verwiesen darauf, dass ein Drittel aller seit Beginn der Pandemie gemeldeten Infektionen im letzten Monat auftraten. Viele der neuen Fälle wurden mit einem zweitägigen Konzert unter freiem Himmel in Verbindung gebracht.

Nach Angaben des Statistikers Rafael Irizarry stieg die Zahl der täglich gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner in Puerto Rico in nur drei Wochen von drei auf 225. Mehr als 500 Menschen werden derzeit stationär behandelt. Auf der Insel waren Corona-Tests knapp, selbst von den Behörden betriebene Testzentren mussten schließen. Fast 85 Prozent der Einwohner haben eine erste Dosis eines Corona-Impfstoffs erhalten und mehr als 70 Prozent auch die zweite Dosis. Allerdings haben mindestens 40 Prozent noch keine Auffrischungsimpfung bekommen.

16:03 Uhr – Armani sagt Modenschauen in Mailand und Paris wegen Corona ab

Das italienische Mode-Label Giorgio Armani hat wegen der angespannten Corona-Lage in Europa seine Modeschauen in Mailand und Paris abgesagt. Betroffen seien die Shows für Männermode auf der Mailänder Fashion Week und die Schau auf der Haute Couture Week in der französischen Modemetropole Paris im Januar, teilte das Unternehmen mit.

Konkret streicht Armani die Shows der Herbst- und Wintermode für Männer 2022/23 der Marken Emporio Armani und Giorgio Armani sowie die Modenschau für die diesjährige Frühjahrs- und Sommerkollektion der Marke Giorgio Armani Privé. Das Unternehmen bedauere die Entscheidung. Sie sei vor dem Hintergrund der sich verschlechternden Corona-Lage getroffen worden. „Die Schauen sind wichtige und unersetzliche Gelegenheiten“, hieß es in der Mitteilung unter Berufung auf Marken-Gründer und Designer Giorgio Armani weiter. Man wolle aber der Sicherheit von Mitarbeiten und Öffentlichkeit Vorrang geben.

15:44 Uhr – Bennett: Vierte Impfdosis erhöht Antikörper-Zahl um das Fünffache

Die vierte Impfdosis mit dem Präparat von Biontech/Pfizer erhöht die Zahl der Antikörper gegen die neue Corona-Variante Omikron laut einer israelischen Studie binnen einer Woche um das Fünffache. Der israelische Ministerpräsident Naftali Bennett stellte dieses Ergebnis bei einem Besuch im Schiba-Krankenhaus bei Tel Aviv gemeinsam mit der Studienleiterin Gili Regev vor. „Die vierte Impfung ist sicher und effektiv“, sagte Bennett.

Allerdings lässt sich von der Höhe des Zuwachses an Antikörpern nicht automatisch darauf schließen, inwieweit sich der tatsächliche Schutz vor Infektion oder Erkrankung verbessert.

Israel hatte am Montag bereits eine Impfkampagne für über 60-Jährige und medizinisches Personal gestartet, die nun eine vierte Vakzindosis erhalten können. Mehr als 20.000 Israelis hätten sich bereits mit der vierten Dosis impfen lassen, rund 100.000 hätten einen Impftermin vereinbart, sagte Bennett.

15:28 Uhr – Schwedens Königspaar mit Corona infiziert

Der schwedische König Carl XVI. Gustaf (75) und seine in Heidelberg geborene Frau Königin Silvia (78) sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Beide zeigten leichte Krankheitssymptome, ihnen gehe es aber den Umständen entsprechend gut, teilte das schwedische Königshaus am Dienstag in einer kurzen Erklärung mit.

Sie seien jeweils mit drei Spritzen vollständig geimpft. Das Königspaar habe sich gemäß den geltenden Corona-Verhaltensregeln in häusliche Isolation begeben, die Infektionsnachverfolgung laufe.

Carl Gustaf und Silvia sind nicht die ersten Mitglieder der schwedischen Königsfamilie mit positivem Testbescheid: Ihr Sohn Prinz Carl Philip (42) und dessen Frau Prinzessin Sofia (37) waren im November 2020 positiv getestet worden, Thronfolgerin Victoria (44) und deren Gatte Prinz Daniel (48) dann im März 2021.

15:11 Uhr – Hennig-Wellsow fordert von Lauterbach neuen Schub für Impfkampagne

Kurz vor der nächsten Bund-Länder-Runde zum weiteren Vorgehen in der Pandemie-Politik fordert die Linke von der Bundesregierung einen neuen Schub für die Corona-Impfkampagne. „Ich erwarte von Gesundheitsminister Lauterbach zur Ministerpräsidentenkonferenz am Freitag konkrete Vorschläge, wie wir beim Impfen schneller vorankommen“ sagte Linke-Chefin Susanne Hennig-Wellsow WELT.

„Dazu gehört auch die Zustimmung Deutschlands zur Freigabe der Impfpatente. Diese behindern das schnelle Impfen weltweit. Aber gerade das ist das A und O beim Schutz vor weiteren Mutationen des Coronavirus.“ Events, Anzeigen, Aufrufe zum Impfen in Deutschland – so etwas gebe es hier und da. „Aber nach einer flächendeckenden konzertierten Aktion sieht das nicht aus. Genau die aber braucht es jetzt“, sagte Hennig-Wellsow.

Stattdessen kämen immer neue Ankündigungen: Nach Olaf Scholz‘ (SPD) „fünf Millionen Erstimpfungen bis Ende Januar“ jetzt Christian Lindners (FDP) „bei Bedarf innerhalb eines Monats die gesamte Bevölkerung“. „Wenn solchen Ankündigungen zu wenig Taten folgen, dann enttäuscht das die Menschen. Und das ist das Letzte, was wir in dieser Situation brauchen“, kritisierte die Linke-Vorsitzende.

15:02 Uhr – Ökonom rechnet mit Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung im Winter

Der Vize-Präsident des Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Stefan Kooths, rechnet wegen der Corona-Pandemie erneut mit einem Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung. „Wir gehen davon aus, dass wir über das gesamte Winterhalbjahr eine rückläufige wirtschaftliche Entwicklung haben werden. Nicht dramatisch, aber doch erkennbar rückläufig“, sagte Kooths am Dienstag bei „Bild live“. In der Annahme sei die Omikron-Entwicklung noch nicht enthalten.

Eine Massen-Quarantäne „käme ja einem partiellen Lockdown gleich. Und dann hätten wir wieder einen stärkeren Einbruch im Auftaktquartal“, sagte der Ökonom weiter. „Generell sollten wir bei dieser gesamten Debatte nicht vergessen, was denn eigentlich unser Ziel ist. Unser Ziel ist ja, die Kapazitäten des Gesundheitswesens nicht zu überlasten. Und solange wir dort nicht in die Bredouille kommen, sollte man dann mit allzu drastischen Maßnahmen auch eher vorsichtig sein.“ 

Der stellvertretende IfW-Chef forderte Bund und Länder auf, mit Unternehmenshilfen dafür zu sorgen, dass die Firmen diese Zeit auch überstehen können. „Das ist das Entscheidende.“

14:56 Uhr – Nächste Corona-Fälle bei den Bayern: Sané und Upamecano positiv

Die Corona-Sorgen beim FC Bayern München werden kurz vor dem Bundesliga-Rückrundenstart immer größer. Am Dienstag wurden nun auch Leroy Sané und Dayot Upamecano positiv auf das Coronavirus getestet, wie der Fußball-Bundesligist am Nachmittag vermeldete. „Beiden Spielern geht es gut, sie befinden sich in häuslicher Isolation“, teilten die Münchner mit.

Damit sind nun acht Corona-Fälle in den Reihen der Münchner Profis bekannt. Entwarnung gab es hingegen bei Verteidiger Josip Stanisic, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Bei allen drei Akteuren war die Diagnose am Vortag nicht abgeschlossen – sie mussten am Dienstag zum Nachtest.

14:35 Uhr – Buschmann: Erkenntnisse zu Omikron wichtig für Impfpflicht-Debatte

Bei der Entscheidung über eine allgemeine Impfpflicht sollte nach Ansicht von Bundesjustizminister Marco Buschmann die Dauer des Impfschutzes gegen die neue Omikron-Variante des Coronavirus berücksichtigt werden. „Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass wir mit Omikron in eine neue Phase der Pandemie steuern“, sagte der FDP-Politiker der „Zeit“. Sollte es im Februar oder März belastbare Anhaltspunkte dafür geben, dass die Impfpflicht „eine deutliche Vergrößerung des Freiheitsspielraums für uns alle bringt“, spräche viel für die Einführung einer solchen Pflicht. „Wenn das Impfen hingegen absehbar nur für zwei, drei Monate helfen sollte, aber ansonsten im Grunde alles bleibt, wie es ist, dann spricht das eher gegen eine Impfpflicht“, fügte er hinzu.

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14:18 Uhr – Brasilianische Reedereien setzen Kreuzfahrten nach dutzenden Corona-Fällen aus

Nach Corona-Ausbrüchen auf mehreren Schiffen hat der brasilianische Kreuzfahrtverband Clia Brazil alle Kreuzfahrten vorerst abgesagt. Zunächst sollten „Meinungsverschiedenheiten“ mit den Behörden über die Auslegung und Umsetzung von Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften geklärt werden, erklärte der Verband. In den vergangenen Tagen hatte es auf Kreuzfahrtschiffen in brasilianischen Gewässern dutzende von Corona-Fällen gegeben.

13:20 Uhr – Prien warnt vor Schulschließungen

Vor der Kultusministerkonferenz (KMK) zur Corona-Lage an den Schulen an diesem Mittwoch hat KMK-Präsidentin Karin Prien (CDU) vor weiteren Schulschließungen gewarnt. „Wir müssen uns klarmachen: Für Kinder und Jugendliche bedeuten Schulschließungen eine massive Einschränkung ihrer Entwicklungsmöglichkeiten, ihrer Lernchancen, der Chancengerechtigkeit. Das dürfen wir so nicht weitermachen, und das spiegelt ja auch das Infektionsschutzgesetz in seiner jetzigen Fassung wider“, sagte die schleswig-holsteinische Bildungsministerin im Sender phoenix.

12:40 Uhr – Bremen verzeichnet weniger schwere Corona-Verläufe bei hoher Inzidenz

Bremens Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard hat trotz hoher Corona-Fallzahlen in ihrem Land den Wert der Impfungen hervorgehoben. „Die hohe Inzidenz schlägt sich nicht in einer ähnlich hohen Hospitalisierungsquote nieder – das ist der Erfolg. Es müssen nur wenige Infizierte in die Klinik“, sagte die Linken-Politikerin in einem Interview des „Weser-Kurier“. Das zeige, wie wichtig das Impfen sei. „Es gibt dadurch viel weniger schwere Verläufe. Das zeigt auch die Lage in den Krankenhäusern.“

Das Bundesland Bremen wies zu Wochenbeginn nach Angaben des Robert Koch-Instituts die bundesweit höchste Inzidenz neuer Covid-19-Fälle aus, obwohl es das Land mit der höchsten Impfquote ist.

12:19 Uhr – Innerhalb weniger Tage Verdopplung der Omikron-Fälle in Bayern

Die Zahl der in Bayern gemeldeten Corona-Infektionen mit der besonders ansteckenden Omikron-Variante des Erregers hat sich innerhalb weniger Tage mehr als verdoppelt. Seit dem ersten Auftreten Ende November haben die bayerischen Gesundheitsämter insgesamt 7537 Omikron-Fälle an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet, wie die Berliner Bundesbehörde in ihrer täglichen Übersicht berichtete.

Darin enthalten sind allerdings auch Nachmeldungen. Vor dem Jahreswechsel waren am vergangenen Donnerstag erst 3163 Omikron-Fälle im Freistaat registriert worden.

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Sollten Kinder gegen Omikron geimpft werden?

Mit der raschen Ausbreitung der Omikron-Variante steigen auch die Corona-Fallzahlen insgesamt in Bayern wieder an: Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI innerhalb von 24 Stunden 3673 Corona-Neuinfektionen und 48 neue Todesfälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Montag von 191 auf 199,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gestiegen.

11:33 Uhr – Ausgangssperre an Wochenenden in Neu-Delhi

Indiens Hauptstadt Neu-Delhi verhängt eine Ausgangssperre für die kommenden Wochenenden. Den Behörden zufolge hat sich die Zahl der Infektionen innerhalb einer Woche vervierfacht. Auch der Regierungschef des Hauptstadtgebiets Delhi, Arvind Kejriwal, gibt nur einen Tag nach einem Wahlkampfauftritt ohne Maske bekannt, sich infiziert zu haben. Indien meldet 37.370 Neuinfektionen binnen 24 Stunden – die höchste Zahl seit Anfang September. Experten gehen davon aus, dass Omikron inzwischen die vorherrschende Variante in dem bevölkerungsreichen Land ist.

11:22 Uhr – Kreuzfahrtschiff „MS Amera“ bricht nach Corona-Fällen Reise ab

Das Kreuzfahrtschiff „MS Amera“ hat eine Kanaren-Reise wegen mehrerer Corona-Infektionen bei der Besatzung abgebrochen. Das Schiff sei am Dienstagmorgen – und damit fünf Tage früher als geplant – in Bremerhaven eingelaufen, sagte eine Sprecherin des Veranstalters Phoenix-Reisen in Bonn. Ihren Angaben zufolge waren etwa acht Crewmitglieder bei regelmäßigen Tests positiv auf das Coronavirus getestet worden. Unter den insgesamt 349 Passagieren seien bislang keine Infektionen nachgewiesen worden. Zunächst hatten mehrere Medien berichtet.

10:59 Uhr – Erstmals mehr als eine Million Corona-Neuinfektionen in den USA

Die USA haben am Montag erstmals mehr als eine Million Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert und damit einen neuen weltweiten Höchstwert erreicht. Das meldete die Johns Hopkins-Universität. Bereits am Sonntag hatte der prominente Virologe Anthony Fauci gesagt, die Kurve der Neuinfektionen in den USA verlaufe derzeit „fast senkrecht“.

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10:17 Uhr – 50.000 Menschen bei Demos gegen Corona-Politik in Baden-Württemberg

Bei den Protesten gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen sind in Baden-Württemberg am Montagabend geschätzt rund 50.000 Menschen auf die Straßen gegangen. Diese Zahl nannte Landesinnenminister Thomas Strobl (CDU) für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen bei den oft nicht genehmigten und unangemeldeten sogenannten Spaziergängen. Das wären deutlich mehr Menschen als bisher angenommen. Die Behörden gingen von landesweit 170 Veranstaltungen aus. Rund 2500 Polizeibeamte seien im Einsatz gewesen.

08:34 Uhr – Klinikärzte fordern kürzere Quarantäne bei Omikron-Infektionen

Deutschlands Klinikärzte fordern eine substanzielle Verkürzung der Quarantäne-Zeit für Omikron-Infizierte und deren Kontaktpersonen, die in wichtigen Versorgungsbereichen arbeiten. „Genesene und Geimpfte sollten nach sieben Tagen wieder zur Arbeit gehen dürfen, wenn sie am sechsten Tag nach Feststellung einer Omikron-Infektion einen PCR-Test machen und dieser negativ ausfällt“, sagte Michael Weber, Präsident des Verbandes der leitenden Krankenhausärzte (VlK), der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

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07:36 Uhr – Dahmen gegen generelle Quarantäneverkürzung für Geimpfte

Der Gesundheitsexperte der Grünen, Janosch Dahmen, spricht sich gegen eine generelle Verkürzung der Quarantäne für Geimpfte aus. „Ich bin bei der Verkürzung der Quarantäne ganz pauschal sehr vorsichtig“, sagt Dahmen in der ARD. Es sei in Ordnung bei Geimpften, die sich infizierten aber keine Symptome zeigten, die Quarantäne am fünften Tag mit einem negativen PCR-Test zu beenden. Das gelte auch für sehr spezialisierte Beschäftigte mit geringen Kontakten. „Aber die Krankenschwester, die sich um den Herzinfarkt oder Schlaganfall kümmert, aus den Quarantäneregeln auszunehmen, die dann möglicherweise weitere Patienten ansteckt, das öffnet für Omikron zu viele Türen.“

7:30 Uhr – 42 Kinder erhalten in Hannover Impfdosis für Erwachsene

Im Impfzentrum am Zoo in Hannover haben 42 Jungen und Mädchen Impfstoff mit der höheren Konzentration für Erwachsene gespritzt bekommen. Für die Kinder war eigentlich der Impfstoff für Fünf- bis Elfjährige vorgesehen, wie eine Sprecherin der Region Hannover am Montag mitteilte.

Laut Einschätzung der leitenden Fachärztin des Gesundheitsamts, Marlene Graf, seien jedoch keine gravierenden Folgen zu erwarten. „Mögliche Nebenwirkungen sollten sich nach unseren Erkenntnissen auf Lokalreaktionen und Fieberreaktionen beschränken.

Medizinisch gesehen handelt es sich um eine nicht notwendige erhöhte Dosis des Impfstoffs, die sich nicht negativ auswirken dürften“, sagte Graf der Mitteilung zufolge. Alle Eltern der betroffenen Kinder seien von der Regionsverwaltung direkt telefonisch und per E-Mail informiert worden, hieß es weiter.

7:00 Uhr – 130 Verfahren wegen gefälschter Impfpässe in Niedersachsen

Wegen des Verdachts auf Impfpass-Fälschungen laufen in Niedersachsen hunderte Verfahren. Etwa 130 Verfahren gebe es in Osnabrück, teilte die Staatsanwaltschaft der Stadt auf Anfrage mit. In der Landeshauptstadt Hannover bewegen sich die Verfahren im Zusammenhang mit gefälschten Impfpässen laut Polizeiangaben in einem unteren dreistelligen Bereich. In Oldenburg sind es nach Angaben der Staatsanwaltschaft etwa 30 Verfahren. Vereinzelte Verfahren gebe es in Lüneburg, so die dortige Staatsanwaltschaft.

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06:52 Uhr – Weitere chinesische Millionenstadt im Corona-Lockdown

In China ist in einer weiteren Millionenstadt wegen Corona-Infektionsfällen ein kompletter Lockdown verhängt worden. In Yuzhou in der zentralchinesischen Provinz Henan war es den Einwohnern seit Montagabend untersagt, ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen. Die örtlichen Behörden kündigten an, dass die strikte Einhaltung der Ausgangssperre von Wachposten kontrolliert werden solle.

05:00 Uhr – RKI registriert 30.561 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 239,9

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat erneut einen Anstieg der offiziellen bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 239,9 an. Er steigt seit dem 30. Dezember von Tag zu Tag, wobei das RKI weiterhin von einer Untererfassung der Neuinfektionen wegen weniger Tests und Meldungen im Zuge der Feiertage und der Ferien ausgeht. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 30.561 Corona-Neuinfektionen.

04:09 Uhr – Angst vor Omikron: Thailand will schärfere Einreiseregeln beibehalten

Aus Angst vor einer Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus will Thailand die vor Weihnachten verschärften Einreiseregeln bis mindestens Monatsende nicht lockern. „Im Interesse von Gesundheit und Sicherheit haben wir beschlossen, die Wiedereinführung des Test&Go-Modells weiter zu verschieben“, zitierte die Zeitung „Bangkok Post“ am Dienstag Gesundheitsminister Anutin Charnvirakul. Der Vorschlag muss aber noch vom Covid-Krisenzentrum CCSA bewilligt werden.

Die Regierung hatte am 21. Dezember beschlossen, das quarantänefreie „Test&Go“-Modell, wonach vollständig geimpfte Touristen seit November bei der Einreise nur noch einen PCR-Test machen und dann eine Nacht in ihrem Hotel auf das Ergebnis warten mussten, zunächst bis zum 4. Januar auszusetzen. Danach sollte die Lage neu bewertet werden.

Urlauber, die sich bereits unter dem „Test&Go“-Modell für die Einreise registriert hatten, blieben von den verschärften Bestimmungen ausgenommen und durften wie geplant nach Thailand reisen. Sie dürfen dies auch weiterhin, allerdings nur noch bis zum 10. Januar. Neue Registrierungen werden derzeit nicht mehr angenommen. Wer trotzdem kommen will, muss sieben oder zehn Tage in Quarantäne – je nach Herkunftsland und Impfstatus.

04:00 Uhr – Holetschek will bundesweite Omikron-Regeln

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) erhofft von der Ministerpräsidentenkonferenz am Freitag bundeseinheitliche Corona-Regeln, um „nicht blind in eine fünfte Welle zu laufen“. Die Regierungschefs sollten am 7. Januar Maßnahmen beschließen, „mit denen wir der Omikron-Variante bundesweit Einhalt gebieten können“, sagte Holetschek der „Augsburger Allgemeinen“ (Dienstag). Die Staatsregierung werde dann prüfen, „an welchen Stellschrauben wir in Bayern noch drehen müssen und welche weiteren Maßnahmen wichtig und erforderlich sind“.

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Aufgrund der höheren Übertragbarkeit und der noch nicht ausreichenden wissenschaftlichen Daten zu Omikron sei Vorsicht geboten. Die Belastung des Gesundheitssystems sei immer noch hoch. Bei Omikron halte er „eine Verkürzung oder gar Befreiung von der Quarantäne für geboosterte Kontaktpersonen“ für denkbar, sagte Holetschek. Zwischen Infektionsschutz und Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur sei abzuwägen. Es brauche aber aussagekräftige wissenschaftliche Daten, um entscheiden zu können.

02:32 Uhr – Hunderte Corona-Fälle: Kreuzfahrtsaison in Brasilien unterbrochen

Angesichts zahlreicher Corona-Fälle auf Schiffen wird der Kreuzfahrtbetrieb in Brasilien bis zum 21. Januar unterbrochen. Der brasilianische Ableger des Branchenverbands Clia verkündete die Entscheidung am Montag und betonte, diese sei freiwillig. Sie gelte ab sofort für neue Abfahrten – bereits fahrende Schiffe würden ihre Reisen wie geplant zu Ende führen. Der Verband werde versuchen, Differenzen mit den zuständigen Behörden über die Auslegung und Anwendung bereits vereinbarter Maßnahmen auszuräumen.

Wegen Corona-Fällen an Bord hatte die Gesundheitsüberwachungsbehörde Anvisa nach eigenen Angaben den Abbruch zweier Kreuzfahrten angeordnet und dem Gesundheitsministerium die vorläufige Beendigung der Kreuzfahrtsaison empfohlen. Anvisa kündigte zudem Ermittlungen gegen die zwei in Brasilien tätigen Kreuzfahrtunternehmen – MSC Cruises aus der Schweiz und Costa Crociere aus Italien – wegen möglicher Nichteinhaltung von Gesundheitsvorschriften an.

In den neun Tagen vom 26. Dezember bis 3. Januar waren unter Passagieren und Crews der fünf Kreuzfahrtschiffe in Brasilien insgesamt 798 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie Anvisa mitteilte. In den 55 Tagen zuvor, seit Beginn der Saison am 1. November, seien es 31 Fälle gewesen. Die jüngsten Infektionsfälle seien zu 60 Prozent bei Besatzungsmitgliedern festgestellt worden.

00:03 Uhr – Krankenkassen: Pflegepersonal wegen Omikron nicht reduzieren

Die gesetzlichen Krankenkassen haben davor gewarnt, bei einer starken Belastung des Gesundheitswesens durch das Omikron-Coronavirus dem Drängen der Kliniken nach einer Aussetzung der Personaluntergrenzen in der Pflege nachzugeben.

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„Die Untergrenzen sollen nicht nur eine Überlastung des Pflegepersonals verhindern, sondern sie dienen auch dem Schutz der Patientinnen und Patienten vor schlechter Versorgung“, sagte die Chefin des Spitzenverbandes der Kassen, Doris Pfeiffer, dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (Dienstag). Vor einer Aufhebung könne sie daher nur eindringlich warnen.

23:50 Uhr – Weltweit rund 290,28 Mio Infektionen und über 5,79 Mio Tote

Weltweit haben sich bislang rund 290,28 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Über 5,79 Millionen Menschen starben mit oder an dem Virus, das erstmals im Dezember 2019 im chinesischen Wuhan nachgewiesen wurde. Die meisten Infektions- und Totenzahlen weisen die USA auf. Bei den Ansteckungen folgen Indien und Brasilien.

23:00 Uhr – Großbritannien wieder Virusvariantengebiet

Die Bundesregierung lockert die aufgrund der starken Ausbreitung der Omikron-Variante verhängten Einreisebeschränkungen für Großbritannien. Das Land werde vom Virusvariantengebiet zum Hochrisikogebiet zurückgestuft, teilt das Robert-Koch-Institut (RKI) mit.

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